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Sprache: DEUTSCHSeiten: 124https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5
Faschingeder, Gerald; Funk, Sarah

Kunst Reflexion

Schwerpunktheft (digital)

 

Die Print-Ausgabe finden Sie hier

Inhalt dieser Ausgabe
Faschingeder, Gerald; Funk, Sarah

Vorwort

  • Abstract

Vorwort

Funk, Sarah

Lateinamerika in Österreich. Skizze eines Forschungsvorhabens

Sprache: DEUTSCHSeiten: 10-27https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-10
  • Abstract

Dieser Beitrag führt in das Forschungsprojekt zu Onda Latina ein, das von Studierenden der Internationalen Entwicklung im Sommersemester 2006 durchgeführt wurde, und setzt sich darüber hinaus mit Lateinamerika als solches auseinander. Onda Latina positioniert sich als lateinamerikanisch-karibisches Festival und möchte lateinamerikanische Kunst an ein österreichisches Publikum vermitteln, was eine Reihe grundlegender Problematiken aufwirft. In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskursen zu Lateinamerika manifestiert sich die kulturelle, historische, ökonomische und politische Heterogenität des Halbkontinents, der jedoch durch Zuschreibungen von außen als Einheit konstruiert wird. Ist Lateinamerika nur ein Konstrukt? Das Kunst- und Kulturfestival Onda Latina steht vor der Herausforderung, der Heterogenität und Pluralität des Erdteils gerecht zu werden und sich nicht in stereotypen Generalisierungen zu verlieren.

Funk, Sarah

Kunst und Gesellschaft politisch denken

Sprache: DEUTSCHSeiten: 28-59https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-28
  • Abstract

In diesem Beitrag werden unterschiedliche Annäherungen an die Frage nach dem politischen Potential von Kunst vorgestellt und diskutiert. Unter Bezugnahme auf verschiedene Theoretiker und Kunstphilosophen des 20. Jahrhunderts und der Anwendung der vorgestellten Theorien auf das konkrete Praxisfeld Onda Latina sollen Kunst und Politik auf ihre Dialektik hin untersucht werden. Ist Kunst eine Kraft zur Kritik der Gesellschaft? Onda Latina situiert sich in einem Spannungsfeld zwischen Markt und Politik, Fremdbestimmung und Autonomie, Warenförmigkeit und Widerständigkeit. Stetige Selbstreflexion und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit diesen Widersprüchen sind notwendig, um die Herausforderungen, die ein Kunst- und Kulturfestival wie Onda Latina mit sich bringt, anzunehmen.

Dalhoff, Maria; Ehler, Bruno; Geyer, Andreas; Hofer, Reingard; Lindner, Johanna; Willebrand, Kristina

Grundzüge in Paulo Freires Werk

Sprache: DEUTSCHSeiten: 61-65https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-61
  • Abstract

Der Beitrag skizziert zunächst Paulo Freires Leben, um im Folgenden auf eines seiner Hauptwerke, Die Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit, einzugehen. Die zentralen Punkte von Freires Konzepts zu Gesellschaft und Bildung werden erläutert.

Buchberger, Sonja; Clement, Maria

Globales Lernen mit Kindern und Jugendlichen

Sprache: DEUTSCHSeiten: 66-79https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-66
  • Abstract

In dem Beitrag widmen sich die Autorinnen der Frage, inwieweit die Workshops für Kinder und Jugendliche, die im Rahmen von Onda Latina stattgefunden haben, den politischen und pädagogischen Ansprüchen freireanischer Bildungsarbeit gerecht werden. Nach einer Einführung in unterschiedliche Konzepte des Globalen Lernens vergleichen die Autorinnen diese mit der Pädagogik der Unterdrückten Paulo Freires anhand bestimmter Aspekte, wie etwa der Nahbereichsorientierung oder der Parteilichkeit. In den Reflexionen zu vier besuchten Workshops wird deutlich, dass sich die KünstlerInnen vielfach dem Anspruch Onda Latinas, reale Lebenswelten zu vermitteln, gar nicht bewusst waren.

Schlager, Julia; Gratzer, Ines

Das Phänomen lateinamerikanischer Großstädte

Sprache: DEUTSCHSeiten: 80-90https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-80
  • Abstract

Betrachtet man Mexico City, São Paulo, Buenos Aires oder Rio de Janeiro, die allesamt mindestens zehn Millionen EinwohnerInnen zählen, so kann man davon ausgehen, dass die Probleme rund um Urbanisierung in Lateinamerika kein marginales Phänomen sind. Der Artikel untersucht am Beispiel Urbanisierung und lateinamerikanische Megastädte ein Spektrum der im Rahmen von Onda Latina gezeigten künstlerischen Arbeiten auf ihre reale gesellschaftliche Relevanz hin. Hierzu wurden sie einer Konfrontation mit Paulo Freires Theorie einer Bildung als Praxis der Freiheit unterzogen. Es stellte sich vor allem die Frage, ob Kunst in diesem Zusammenhang eine breite Bevölkerung erreichen und somit auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zur Bildung eines kritischen Bewusstseins beitragen kann: Ist es Onda Latina mit dem Anspruch auf Darstellung der Vielfalt lateinamerikanischer Lebenswelten auch gelungen, eine Vielfalt österreichischer Lebenswelten zu erreichen?

Dalhoff, Maria; Ehler, Bruno; Geyer, Andreas; Hofer, Reingard; Lindner, Johanna; Willebrand, Kristina

Onda Freireana 200X?

Sprache: DEUTSCHSeiten: 91-112https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-91
  • Abstract

Paulo Freire beschrieb in den 1970ern für Brasilien eine dialektische Unterdrücker-Unterdrückten-Gesellschaft, die er von antidialogischer Aktion geprägt sah. Mit einer von mehreren Dimensionen der antidialogischen Aktion (nämlich Teile und herrsche) wird in diesem Beitrag die Analyse einiger Veranstaltungen des Kulturfestivals Onda Latina operationalisiert. Dies ermöglichte uns, die Frage zu klären, inwieweit Freires Gesellschaftsbild heute in anderem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang noch Gültigkeit besitzt. Der vorliegende Beitrag beinhaltet sowohl eine konkrete, an Beispielen ausgeführte Analyse des Kulturfestivals, als auch eine darüber hinausgehende, gesellschaftliche und systemische Einordnung der Analyseergebnisse. Parallel werden Verbesserungsvorschläge gemacht, die auf Überlegungen Paulo Freires zu einer anzustrebenden, dialogisch geprägten Gesellschaft fußen.

Schmidjell, Franz

reviewing Onda Latina

Sprache: DEUTSCHSeiten: 113-119https://doi.org/10.20446/JEP-2414-3197-23-5-113
  • Abstract

Der Beitrag vermittelt einen Überblick über das Kunst- und Kulturfestival Onda Latina aus Perspektive eines der VeranstalterInnen. Reflektiert werden die Fragen, wie viel Dialog im Rahmen eines solchen Festivals möglich ist und an welche Grenzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit die VeranstalterInnen selbst gestoßen sind.

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