27.11.2019, 18:30 - Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz

Podiumsdiskussion: Ökologische Ungleichheit und Freihandel

Wir in Europa nutzen für unseren täglichen Konsum mehr natürliche Ressourcen als wir haben. Dass das so bleibt, dafür soll auch das geplante Handelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur sorgen: Zitrusfrüchte, Fleisch und Getränke aus Argentinien und Brasilien für den Massenkonsum, Soja und Mais als Tierfutter, Agrartreibstoffe aus Zuckerrohr für Benzintanks.
Wie verknüpft der „freie“ Handel Süd und Nord, Arm und Reich, die Ausbeutung von Ressourcen mit Konsum? Wer profitiert, wer verliert und auf welche Weise verstärkt Handel ökologische Ungleichheit? Welcher Schutz vor sozial- und umweltschädlicher Produktion ist denkbar, der transnationale Solidarität miteinschließt?

21.11.2019, 10.00 – 12.30 - IIP, 1040 Vienna, Möllwaldplatz 5/2. Stock

WORKSHOP: Stranded Assets: How to build infrastructure in times of (climate) crises

 
Karlygash Kuralbayeva
Department of Political Economy, King’s College London
 
Anke Schaffartzik
Institute of Social Ecology, University of Natural Resources and Life Sciences Vienna
 
Welcome & introduction: Martina Neuwirth, VIDC
Chair: Karin Fischer, Mattersburg Circle/VIDC
 
The IPCC Special Report 2018 stated that if global warming wants to be limited to 1.5°C, annual average investments in the energy system of around 2.4 trillion USD are needed until 2035. While these 2.4 trillion USD are to be materialized, big investments are still made in fossil-fuel power plants.
Energy is not the only sector where “dirty” infrastructure may become a considerable barrier for a transition to a low-carbon economy. Given the long lifetime of infrastructures and the high costs to build them, such “dirty” capital stocks not only undermine climate targets and policies. They also divest much needed financial resources and put national economic development on an unsustainable path.
In this workshop we will explore the following questions:

• Will fossil-based infrastructure become a devalued “stranded asset” in the near future, when climate change enforces a rapid fossil-fuel phase out?
• How can a transition to clean infrastructure be financed? Would environmental taxes (especially carbon taxes) be a viable instrument? What is the optimal mix between taxes and subsidies?
• Which consequences may arise for resource-rich developing countries that depend heavily on fossil fuel exports?
 
20.11.2019, 19:00 - Aula am Campus A-AHK, Hof 1, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Gegen ökologische Ungleichheit steuern.

Diese Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden. Informationen in Englisch folgen.
This event will be held in English language. Informations in English will follow.

Die Nutzung unserer natürlichen Ressourcen ist global ungleich verteilt. Überkonsum trifft auf Mangel. Die Folgen der exzessiven Ressourcennutzung – allen voran dem Klimawandel – ist ebenso ungleich verteilt: Meist tragen diejenigen die Hauptlast, die am wenigsten Ressourcen nutzen.
Der hohe Ressourcenverbrauch in den wohlhabendsten Ländern der Welt ist nur möglich, weil anderswo billig Ressourcen extrahiert, produziert und exportiert werden. Ungleichheit ermöglicht Unnachhaltigkeit.


 

13.11.2019, Seminarraum Geschichte 2, 2. Stock, Stiege 9, Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien. Zum Lageplan.

Rezeption und Aktualität der Weltsystem-Analyse nach Wallerstein

Anlässlich des Todes von Immanuel Wallerstein.

 

 

Der Mitbegründer der “Weltsystem-Analyse” Immanuel Wallerstein ist 88-jährig am 31. August 2019 in New York gestorben. Wallerstein lehrte an der “École des Hautes Études en Sciences Sociales” in Paris, an der Columbia University sowie an der Binghamton University im US-Bundesstaat New York.

Mit seiner Weltsystem-Theorie wurde Wallerstein im präzisen Sinn des Wortes zu einem Welt-Erklärer, indem er einen notwendigen Zusammenhang zwischen der Herausbildung wirtschaftlicher Zentralräume und der von ihnen abhängigen Peripherien sah. Oder, anders ausgedrückt, die Erkenntnis der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen auf wirtschaftliche Verhältnisse im Weltmaßstab ummünzte. Dieser Erklärungsansatz steht im Gegensatz zu neoklassischen und marxistischen Modernisierungstheorien ebenso wie zu postmodernen Ansätzen.

Sein vierbändiges Opus magnum “Das moderne Weltsystem” ist eine Geschichte des kapitalistischen Weltsystems von seinen Anfängen im 16. Jahrhundert bis zu den Grundlagen der Globalisierung im 20. Jahrhundert.

Aus Anlass des Ablebens von Immanuel Wallerstein ‒ und im Übrigen auch der Schließung des von ihm gegründeten Fernand Braudel Centers an der Binghamton University ‒ möchten wir die Geschichte und die Aktualität seines globalgeschichtlichen Entwurfs als übergreifendes Modell für die Geschichtswissenschaften und für die Entwicklungsforschung diskutieren.

Anschließend Einladung zu Wasser und Wein

 

 

06.11.2019, 18:00 - C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Foyer, Sensengasse 3, 1090 Wien

Bildung in der Migrationsgesellschaft: Eine Festveranstaltung zu 10 Jahre C3

Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr, die zugleich den Abschluss der Reihe bildet, ist dem Thema Bildung und Globale Ungleichheiten gewidmet. Es geht darum, die Rolle von Bildung in einer Migrationsgesellschaft auszuleuchten und eine kritische Diskussion über die Handlungsfelder einer Bildung für globale nachhaltige Entwicklung zu führen.

Im Zentrum stehen folgende Fragen: Wie und unter welchen Voraussetzungen (re)produziert Bildung Ungleichheiten? Was müssen Lehrende wie Lernende zunächst verlernen, damit Bildungsasymmetrien aufgebrochen werden und gegenseitiges „Voneinander Lernen“ möglich wird? Welche Methoden unterstützen Analyse und Transformation von Bildungsungleichheiten, wie fördern sie Reflexion und schließlich deren Überwindung?

Die Keynote zu Partizipativer Wissensproduktion im Kontext von Migration wird María do Mar Castro Varela, Professorin für Pädagogik und Sozialarbeit an der Alice Salomon Universität in Berlin und Gründerin des bildungsLab* in Berlin halten. In anschließenden Kommentaren erörtern Vertreter*innen des C3 das Thema aus ihrer Perspektive.

Mit dieser letzten Veranstaltung der Reihe „Bildung im C3ntrum“ schließt sich ein thematischer Bogen, der 2012 mit der ersten Bildung im C3ntrum-Veranstaltung zum Thema Migration und Schule mit Niki Glattauer und der Vorstellung seines Buches „Die Pisa-Lüge“ eingeleitet wurde.

Anlässlich des 10-Jährigen Bestehens des C3 – Centrum für Internationale Entwicklung laden die fünf entwicklungspolitischen Organisationen im C3 herzlich zu dieser Festveranstaltung ein und freuen sich darauf, mit Ihnen anschließend gemeinsam zu feiern!

14. Oktober 2019, 19:00 - Alois Wagner-Saal im C3, Sensengasse 3, 1090 Wien

Buchpräsentation: Internationalistischer Nationalismus: Lehren aus dem panafrikanischen Befreiungskampf.

Nationalismus und Internationalismus werden meist auf ihre bürgerlichen bzw. sozialistischen Ausprägungen reduziert. Doch verweisen politische Projekte im Zuge antikolonialer Befreiungsbewegungen auf Möglichkeiten eines emanzipatorischen Nationalismus, der mit internationalistischen Strategien einhergeht. Der Panafrikanismus stellt eine Spielart dieses internationalistischen Nationalismus dar. Anhand pan¬afrikanischer Ideen und Praxis in Ghana und Algerien zwischen 1945 und 1963 zeigt Lisa Hoppel, wie historische Alternativen das bestehende Weltsystem und die nationalstaatliche Ordnung herausforderten.

 

10. Mai 2019, 10:00-12:30 - Alois Wagner-Saal im C3, Sensengasse 3, 1090 Wien

The role of China in Africa's industrialisation

Most African countries are highly reliant on primary commodity exports. China has made commitments to enhance Africa's industrialisation and economic diversification, e.g. through the China-Africa Industrial Capacity Cooperation Fund. Industrialisation holds promise for a more inclusive and sustained pattern of development. At the same time, African countries have become the center of Chinese overseas investments in order to fuel its own economic strategies. In other words: China’s economic engagement on the continent is also driven by the appetite for Africa’s large reservoir of natural resources.


We will explore the following questions:


- Are there mutual benefits between Africa and China in carrying out industrial capacity cooperation? How can African countries make the best use of the relationship to China?
- Is the integration into global value chains the key to sustainable industrialisation and job creation? And if so, can China, based on its own experience, contribute to assisting African countries to move up value chains, in technological and social terms?


Or wouldn`t it be better to promote the regional before the global, i.e. a political and economic regional integration?

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